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Plattformen für die Smart City: Welchen Beitrag leisten sie für Städte und Kommunen?

Über das Für und Wider der Smartifizierung von Städten und Regionen wird häufig diskutiert. Fest steht jedoch: Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, mit dem Thema Smart City einmal genauer auseinanderzusetzen!

Ob es der Fachkräftemangel und die damit verbundene Konzentration von Schnittstellen zwischen BürgerInnen und Verwaltung ist, die demografische Entwicklung oder auch die durch die Mechanismen einer Smart City steigende Lebensqualität einer Region: Städte und Regionen treten immer stärker in den Wettstreit um neue EinwohnerInnen. Durchsetzen werden sich Städte und Regionen, die bei der Lebensqualität punkten können – und dabei auf die Intelligenz und die Einbindung von IoT zurückgreifen.

Smart-City-Strategie und los geht’s?

Im mitteldeutschen Raum gibt es bereits einige Städte, die auf Basis einer Förderung oder aus Eigeninteresse begonnen haben, sich mit dem Thema Smart City auseinanderzusetzen. Da „Smart City“ kein IT-Projekt ist, sondern alle Bereiche einer Kommune umfasst, sind die Aufgaben entsprechend breit gefächert. Beispiele sind:

  1. Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung: Schaffung von Formaten und Möglichkeiten, mit denen die EinwohnerInnen niedrigschwellig in Entscheidungsprozesse eingebunden werden können.
  2. Digitalisierung von wiederkehrenden Aufgaben und Funktionen der Verwaltung, um mit dem verfügbaren Personal alle Aufgaben erfüllen zu können.
  3. Schaffung von Informationskanälen für die Bevölkerung, um Daten und Prozesse zur Erhöhung der Lebensqualität bereitzustellen. Dies können Mobilitätsangebote (z.B. Rufbus, Live-Tracking des ÖPNV) oder auch aktuelle Informationen über Gewässerpegel sein, die für AnwohnerInnen immer wichtiger werden.

Was alle Aufgaben verbindet: Sie beinhalten einen mehr oder weniger großen Bereich an Digitalisierungsthemen. Und genau an diesem Punkt kommt die zentrale Bedeutung einer urbanen Datenplattform zum Tragen. Doch dazu später mehr.

Mit Plan zur Smart City

Betrachtet man alle Themen für sich isoliert, entstehen zahlreiche Datensilos. Diese wiederum verhindern, dass sich Synergien aus der gemeinsamen Betrachtung der Einzelthemen entwickeln. Aus diesem Grund ist es für Smart-City-Projekte unerlässlich, neben einer Smart-City-Strategie auch eine Datenstrategie zu entwickeln.

Die Datenstrategie sollte neben der Datensouveränität der Kommune auch die Frage der Datenformate klären. Diese müssen standardisiert sein, möchte man später Synergien über die Stadtgrenze hinaus erreichen.

Die Nutzung von Open Source ist in den Reihen der Städte, die eine Smart-City-Strategie verfolgen, bereits angekommen. Gemäß dem “Einer für Alle”-Konzept des Onlinezugangsgesetzes (OZG) können hier einmal entwickelte Anwendungsfälle niedrigschwellig nachgenutzt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, den EinwohnerInnen das digitale Engagement zu ermöglichen und zu fördern. Nimmt man Bürgerinnen und Bürger mit auf dem Weg zur Smart City, vervielfältigt sich in der Regel die Anzahl der Fürsprecher für derlei Vorhaben im eigenen Ort signifikant – ein transparenter und fairer Umgang vorausgesetzt.

Die GISA Urban Data Space Platform im Fokus

Sobald Rahmenbedingungen und Strategien stehen, geht es an die Umsetzung. Erfolgreich realisieren lassen sich komplexe Vorhaben rund um die smarte Stadt und Region jedoch nur mit dem Aufbau einer urbanen Datenplattform und der entsprechenden Informationsbereitstellung für die BürgerInnen (z.B. per Handy, Computer).

Für Städte und Kommunen hat GISA eine solche Urban Data Space Platform entwickelt. Die Plattform integriert Daten aus verschiedenen Quellen auf ein gemeinsames Datenmodell. Dieses Datenmodell wird spezifisch auf die jeweilige Kommune ausgeprägt, setzt dabei aber auf bewährten Standards auf.

Die so aufbereiteten Daten können dann über unterschiedliche Interaktionskanäle von unterschiedlichen Interessengruppen wie BürgerInnen, Unternehmen und auch Kommune genutzt werden.

Vorteile der Plattform – sie bietet:

+ einen portalbasierten Userzugriff für den Katalogzugriff und den Download von Daten,

+ Dashboards zur integrierten Visualisierung und

+ einen sicheren API-Zugriff zur programmtechnischen Verarbeitung von Daten.

Mit einem passenden Servicemodell stellt GISA die Plattform im eigenen BSI-zertifizierten Rechenzentrumsverbund bereit. Dabei setzt GISA auf Partnerschaften, unter anderem mit der HYPERTEGRITY AG, der Alpha-Omega Technology GmbH und trive.me (a brand of EDAG Engineering GmbH).

Die Plattform entspricht den strengen Lizenzanforderungen der deutschen Fördermittelrichtlinien und ermöglicht zugleich flexible und skalierbare Services.

Das langjährige Know-how im Bereich der Energiewirtschaft ermöglicht es uns dabei, den Bereich des Energiedatenmanagement in Deutschland durch die Smart-Meter-Entwicklung unter definierten Bedingungen mit in den Scope der Smart City einzubinden. Dies wird hinsichtlich Themen wie Energiekrise und Klimaerwärmung ein immer zentralerer und bedeutender Punkt.

Blick in die Urban Data Space Platform und Use Cases – jetzt zu Online-Sessions anmelden!

Sie möchten mehr zur Urban Data Space Platform von GISA erfahren, haben Fragen rund um Smart City oder konkrete Use Cases? Dann melden Sie sich direkt zu unseren Online-Sessions ab 19. Oktober 2023 an! Hier erfahren Sie mehr und gelangen zur Anmeldung.

Steffen Grau

Steffen Grau

Steffen Grau verfügt über Erfahrungen in der Energiewirtschaft auf Basis seiner Tätigkeiten der letzten 30 Jahre im Umfeld Zählerwesen, Stromvertrieb und IT. Neben dem Aufbau der Smart-Meter-Plattformen bei GISA umfasst das Tätigkeitsgebiet gerade in den zurückliegenden Jahren die Themen IoT und Kommunikation auf Basis von LoRaWAN™. Er beobachtet für GISA die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung der Energiewende und arbeitet an der Übersetzung dieser Entwicklungen für unsere Kunden. Dabei unterstützt er aktiv Projekte im Sub Metering, Smart Grid und E-Mobility im Kontext der intelligenten Messsysteme. Außerdem ist er ständiges Mitglied im Ausschuss für Gateway-Standardisierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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