Open Source leben: Erste GISA-Lösung bildet einen Meilenstein auf diesem Weg

Open-Source-Software ist längst ein zentraler Baustein moderner IT‑Strategien. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und digitale Souveränität gewinnen für Unternehmen und öffentliche Organisationen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage – zunehmend an Bedeutung. (Mehr lesen) Gleichzeitig zeigt die Praxis: Open Source entfaltet seinen Mehrwert nur dann, wenn technisches Know‑how, Betriebserfahrung und ein verantwortungsvoller Umgang zusammenkommen. Genau hier setzt GISA an.

Open Source von GISA

Eigenentwicklungen durch eine Vielzahl von IT-EntwicklerInnen liefern einen entscheidenden Mehrwert für die AnwenderInnen. Mit der GitHub‑Organisation GISA‑OSS schafft GISA einen transparenten Rahmen für eigene Open-Source-Lösungen. Die dort veröffentlichten Projekte sind offen einsehbar und unter echten Open-Source-Lizenzbedingungen nutzbar. Ziel ist es, anderen Organisationen praxisnahe Lösungen bereitzustellen – und gleichzeitig Weiterentwicklung und Feedback aus der Community zu ermöglichen.
Mehr zu GISA‑OSS auf GitHub

„LUFA“: Automatisierung im IT‑Betrieb

Die erste, kürzlich veröffentlichte Lösung aus unserem Umfeld ist LUFA – Logging UI for Automations. LUFA stellt eine Open-Source-Software zur Infrastrukturautomatisierung und Compliance-Prüfung dar. Sie ist speziell für Umgebungen mit Ansible und AWX konzipiert und für alle Unternehmen und Organisationen mit entsprechender Infrastruktur nutzbar.

Die Lösung adressiert eine zentrale Herausforderung im automatisierten IT‑Betrieb: Mit zunehmender Anzahl an verwalteten Systemen und fortschreitender Automatisierung steigt die Komplexität. Jobs laufen verteilt, Logs sind schwer auszuwerten und der Überblick über den tatsächlichen Zustand von Systemen geht schnell verloren. LUFA schafft hier Transparenz, indem es Automatisierungsergebnisse in einem Dashboard zentral sichtbar und nachvollziehbar macht. Bestehende Tools werden so im Bereich Debugging und Compliance-Analyse sinnvoll ergänzt.

LUFA ist aus konkreten Praxisanforderungen entstanden und wurde bewusst als Open‑Source‑Projekt veröffentlicht, damit auch andere davon profitieren können.  
Mehr zu LUFA auf GitHub 

Engagement in der Community: Open Source lebt vom Austausch

Open Source bedeutet nicht nur Nutzung, sondern auch aktives Engagement. Als einer der wichtigsten Treffpunkte der Community im deutschsprachigen Raum gelten die Chemnitzer Linux-Tage, bei denen GISA seit 2025 aktiv ist. Dieses Jahr fanden sie Ende März unter dem Motto „Souveräne Digitalität“ statt. Dort haben wir die Lösung „LUFA – Logging UI for Automations“ vorgestellt und damit unseren Anspruch unterstrichen, Wissen zu teilen und uns in die Community einzubringen. Einige unserer KollegInnen haben sich im Laufe der Jahre bereits aktiv eingebracht und selbst Vorträge auf derartigen Events gehalten. Mehr dazu lesen. 

Erfahrung und Offenheit

Wir begleiten Vorhaben im Open-Source-Umfeld nicht nur beratend, sondern aus eigener Erfahrung. Die Kombination aus praktischer Nutzung, Community‑Engagement und eigener Veröffentlichung schafft die Grundlage, Open Source realistisch einzuordnen – technisch, organisatorisch und sicherheitsrelevant. Auf diese Weise lassen sich die Potenziale der Technologien optimal erschließen.

Open Source weiterdenken – gemeinsam

LUFA ist nicht der Anfang, sondern einer von mehreren Schritten. In der Vergangenheit haben wir bereits bestehende Open-Source-Projekte wie ReaR und ganeti durch gezielte Erweiterungen unterstützt. Weitere Open‑Source‑Beiträge sind geplant, ebenso wie der kontinuierliche Austausch mit der Community – auf Veranstaltungen, in Projekten und im direkten Dialog.

Denn Open Source lebt von Offenheit. Und von Partnern, die bereit sind, Wissen zu teilen.

Alexander Winkler ist seit 2012 bei GISA tätig und bringt umfassende Erfahrung in der Systemadministration mit. Als Teamleiter verantwortet er seit 2017 den Bereich Datacenter‑ und Cloud‑Infrastructure und engagiert sich insbesondere für den professionellen Einsatz von Open‑Source‑Lösungen.

Alexander Winkler

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