Finanz- und Rechnungswesen
Kopplung von Haupt- und Nebenbuch
Eine aktuelle Herausforderung besteht in der Integration der Kundenabrechnung in den Jahresabschluss des Energielieferanten. Dieser erstellt seinen Jahresabschluss im Hauptbuch im ERP-System, während im Abrechnungssystem IS-U im Nebenbuch die Verbrauchsabrechnung für die Kunden stattfindet. Hier erfolgt im Vertragskontokorrent die komplette Zahlungsabwicklung und das Mahn- und Forderungsmanagement. Der Sinn dieser Nebenbuchhaltung liegt darin, das hohe Belegaufkommen separat vom Hauptbuch zu bearbeiten und zu speichern. Die Abrechnungsdaten müssen jedoch anschließend wieder an das Hauptbuch übergeben werden. Das heißt, das ERP-System und das IS-U müssen miteinander gekoppelt werden.
Auf einen Blick:
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ERP: Hauptbuch zur Bilanzierung/Jahresabschluss des Energielieferanten
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IS-U: Nebenbuch (Fkt. Vertragskontokorrent) zur Sammlung der Einzelabrechnungen, Durchführung der Abrechnung
Optionen
Integration von Core und IS-U
- Vorteil: der SAP-Betrieb läuft auf einer einheitlichen Basis und manuelle Datenübernahmen werden vermieden
Datenübergabe aus dem Nebenbuch ins Hauptbuch innerhalb eines Systems
- Vorteil: durch die Sammlung der Einzelabrechnungen (Konsolidierung der Konten) reduziert sich der Aufwand für den Bilanzabschluss
Ubundling
Durch das Unbundling sind aus einem Versorgungsunternehmen drei neue Marktrollen Lieferant, Netz und Messstellenbetreiber entstanden, die als wirtschaftlich eigenständige Gesellschaften agieren sollen.
Eine organisatorische Herausforderung liegt zunächst darin, ehemals zentrale Aufgaben nun in drei Gesellschaften durchführen zu müssen. Es muss die Entscheidung getroffen werden, ob jede Gesellschaft für sich diese Aufgaben wahrnimmt, oder ob ein zentraler Dienstleister alles abwickelt.
zu diesen Aufgaben zählen insbesondere:
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Mahnwesen
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Reporting
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Abwicklung Zahlungsverkehr
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Anlagenbuchhaltung
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zentrale Stammdatenpflege
Ist die Entscheidung zentrale vs. dezentrale Abwicklung gefallen, stehen Folgeprozesse auf der Agenda, die ebenfalls reguliert werden müssen, z. B. die gegenseitige Leistungsverrechnung oder die Anpassungen des organisatorischen Regelwerkes.
Neben dieser organisatorischen Neuaufstellung ist ggf. auch eine Abbildung als eigene Gesellschaft im ERP-System erforderlich, z. B. wenn die Gesellschaften eine steuerliche Organschaft bilden.
Optionen
- Systemtrennung: jede Gesellschaft nutzt ein eigenes ERP-System
- Darstellung der Marktrollen durch getrennte Mandanten innerhalb eines ERP-Systems
- Abbildung der Marktrollen durch eigene Buchungskreise innerhalb eines SAP-Mandanten


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